Klingende Kostbarkeiten aus Tirol 7
Tiroler Tage für Kirchenmusik 1998: Sakralwerke von Benedict A. Aufschnaiter
Benedict Anton AUFSCHNAITER: Requiem in C-Dur, Missa renovata Sancti Benedicti op. 6/3, O sacrum convivium op. 7/3, Laetatus sum op. 7/8
Interpreten: Jörg Waschinski (S 1), Markus Forster (S 2), William Purefoy (A), Johannes Chum (T), Ralf Ernst (B), Collegium vocale Innsbruck, Aura musicale Budapest, Leitung Bernhard Sieberer
Beschreibung:
Benedikt Anton Aufschnaiter (1665-1742) schreibt 1724 an seinen neuen Dienstherrn, den einem Kitzbüheler Adelsgeschlecht entstammenden Fürstbischof von Passau Joseph (I.)Graf Lamberg, es sei weltkundig, daß kein Kapellmeisterso viel Compositiones, sonderlich in stylo ecclesiastico gemacht habe wie er. Tatsächlich war er einer der führenden Repräsentanten der Kirchenmusik in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Aufschnaiter ist im Grunde ganz Kind seiner Zeit, d.h. Barockkomponist, der allen Idealen dieses Stils zeitlebens anhing. Für ihn bleibt bedeutsam, daß der erhabene Sakralraumein seiner großartigen optischen Wirkung entsprechendes musikalisches Äquivalent in einem ebensolchen prunkvollen Klangereignis erhält. Für ihn bleibt wichtig die Inszenierung des Feierlichen und die Zurschaustellung kompositorischer Meisterschaft.
Die musikalische Form folgt keinem geschlossenen Satzmodell, sondern entwickelt sich in der Reihung einzelner Abschnitte. Ihr Aufbauerfolgt auf dem Hintergrund der textlichen Dramaturgie auf satz- und besetzungstechnischen Kontrasten. Die wichtigsten Werke Aufschnaiters sind im Druck er schienen, so auch die hier präsentierte große Messe und diebeiden Offertorien. Das herrliche Requiem aus Aufschnaiters letzten Lebensjahren hat sich handschriftlich im Domarchiv von Passau erhalten.