AU! SCHMERZ

28. Mai - 31. Oktober 2010

Schmerz – jeder kennt ihn, doch wer will ihn spüren? Dabei kann die Wahrnehmung von Schmerz durchaus nützlich sein, weist sie doch auf ein tiefergehendes Problem oder bedeutsames Bedürfnis hin. Dass diese zwei Gesichter nicht nur medizinisch zu verstehen sind, zeigt schon der Verweis auf die christliche Passion: Für Gläubige ist das Leiden Christi nicht nur Folter, sondern vor allem Erlösung. Schmerz kann Strafe, aber auch Selbstdemütigung oder Buße sein. Wolle man schön sein, heißt es, müsse man leiden. Schmerz kann durch Schröpfen oder Akupunktur sogar heilsam wirken. Wie wird Schmerz dargestellt, welche religiösen und kulturellen Dimensionen zeigt dieses Phänomen und wie wurde/wird versucht, Schmerz zu lindern? Die Ausstellung begibt sich auf eine Spurensuche nach der unterschiedlichen Bedeutung des Schmerzes in unserer Kultur.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 15. September um 18 Uhr das Konzert "Stabat mater dolorosa - Musik zum Fest der Sieben Schmerzen Mariä" in der Hofkirche statt. Es erklingen in erster Linie Werke franziskanischer Überlieferung aus Tirol sowie das "Stabat mater" des Tiroler Musikgelehrten, Komponisten und Musikpädagogen Joseph Alois Ladurner aus Brixen. Zwei hochexpressive Werke des Prager Domkapellmeister Franz Xaver Brixi ergänzen das Programm, das ausschließlich aus Erstaufführungen in neuerer Zeit besteht.