Die Silberne Kapelle
Die an die Hofkirche anschließende Silberne Kapelle über dem ehemaligen Stadtgraben (heute Durchfahrt) ließ Erzherzog Ferdinand (1529-1595) als Grabkapelle 1578 erbauen und 1587 erweitern.
Der Altar mit in Silber getriebenen Reliefs von Anton Ort zeigt Maria umgeben von marianischen Symbolen, die der Lauretanischen Litanei entnommen sind. Die Lauretanische Litanei wurde vom Hofprediger Erzherzog Ferdinands, Petrus Canisius, im deutschen Sprachraum bekannt gemacht. Erzherzog Ferdinand ließ auch die erste Loretokapelle im deutschen Sprachraum in der Haller Au zwischen Innsbruck und Hall errichten.
Die Silberne Kapelle beherbergt die Grabmäler Erzherzog Ferdinands und seiner bürgerlichen Gemahlin Philippine Welsers, für die der Erzherzog Ambras zu einem Renaissanceschloss umbauen ließ. Das Grabmal im südlichen Teil mit der liegenden Figur des Erzherzogs und Marmorreliefs an den Nischenwänden und das Grabmal der Philippine Welser im nördlichen Teil, ein Sarkophag mit der Figur der Verstorbenen, sind Arbeiten von Alexander Colin und seines Sohnes Abraham.
Durch die Silberne Kapelle und einen nördlich vorgelagerten Gang ist die Hofkirche mit der kaiserlichen Hofburg (ehemaliger Wappenturm) verbunden. Dieses Ensemble von Hofbauten vor der Kulisse der Nordkette reicht - in seinen Anfängen bereits in gotischer Zeit - über die alte Stadtmauer hinaus und dokumentiert die Bedeutung von Innsbruck als kaiserliche Residenzstadt.









