Graphische Sammlungen
Die Graphischen Sammlungen des Ferdinandeums wurden 1976 als eigenständiger Sammlungsbereich etabliert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist ihre Bestandsgeschichte aufs engste mit der Kunstgeschichtlichen Sammlungen verknüpft. 1823 übergab das Stift Stams dem Ferdinandeum u. a. Gemälde, "akademische Figuren", Köpfe und Zeichnungen aus dem Nachlass des Malers Joseph Schöpf. Damit war der Grundstock der Graphischen Sammlungen gelegt. In der Folge ist der Bestand durch Geschenke und Erwerbungen von Handzeichnungen, Kupferstichen, Lithographien und Druckgraphiken ständig gewachsen. Neben großen Beständen Tiroler Barockzeichnungen kamen vor allem durch Legate Zeichnungen der altdeutschen, niederländischen und italienischen Kunst ins Ferdinandeum.
Umfassend ist auch die Kunst des 19. Jahrhunderts vertreten, die bereits 1829 mit dem Ankauf eines großen Bestandes von Zeichnungen Joseph Anton Kochs eingeleitet wurde. Einen großen Zuwachs erfuhren die Graphischen Sammlungen 1888 durch das Legat Ludwig von Wiesers, das neben Gemälden u. a. auch über 10.000 Kupferstiche und eine große Anzahl von Handzeichnungen umfasste.
Seit den 60er Jahren wird ein Großteil der Ankäufe des Landes Tirol dem Ferdinandeum als Leihgabe anvertraut, womit eine facettenreiche Manifestation der Tiroler Kunst nach 1945 gewährleistet ist.
Durch den Erhalt der Preisblätter und Ankäufe des Österreichischen Graphikwettbewerbs Innsbruck fällt den Graphischen Sammlungen darüberhinaus ein profunder Bestand an österreichischer Gegenwartsgraphik zu.
Die Graphischen Sammlungen sammeln und bewahren Handzeichnungen und Werken sämtlicher graphischen Techniken, der Fotografie und solche der neuen Medien, die Mitarbeiter gestalten Ausstellungen, organisieren Veranstaltungen und Projekten mit Schwerpunkt Videokunst und Kunst der neuen Medien. Gesammelt werden Handzeichnungen, Druckgraphiken, Plakate, Fotografien, Videos, Spinnwebenmalerei und Nachlässe.










